St. Leonhard: Wo sich die Fiaker ihren Segen holen
In St. Leonhard am Wald lebt ein alter Brauch weiter: Beim Kirchweihfest werden Pferde und Nutztiere gesegnet – ein Ereignis mit großer Bedeutung für Gläubige und Bauern. Auch die Wiener Fiaker lassen hier ihre Pferde segnen, bevor es wieder in den Stadteinsatz geht.
Segen für Tiere und Menschen – gelebte Tradition im Mostviertel
Jedes Jahr pilgern Gläubige und TierfreunInnen nach St. Leonhard am Wald, um am traditionellen Kirchweihfest teilzunehmen. Neben der feierlichen Messe steht die Segnung der Pferde im Mittelpunkt. Der Ort gilt seit 1826 als offizieller Wallfahrtsort der Wiener Fiaker, Fuhrwerker und Transportgewerbe. Diese kommen, um Schutz und Segen für ihre Tiere und ihre Arbeit zu erbitten. Die jahrhundertealte Tradition verbindet Glauben, Brauchtum und Gemeinschaft – und erinnert daran, wie eng der Mensch mit seinen Tieren verbunden ist.
Der Heilige Leonhard als Schutzpatron der Nutztiere
Der Heilige Leonhard gilt seit Jahrhunderten als Beschützer der Nutztiere, insbesondere der Pferde. In St. Leonhard am Wald ist seine Verehrung tief verwurzelt. Die Bewohner sehen in ihm nicht nur den Patron ihrer Kirche, sondern auch ihres Alltags. Für die Landwirte der Region ist der Segen für Hof und Tiere ein fester Bestandteil des Jahres. Selbst dichter Hochnebel konnte die Besucher nicht abhalten: Nach dem Weihwasser und Weihrauch erhielten die Tiere vom Kaplan ein Leckerli – und der Geistliche wagte zum Abschluss selbst eine kleine Runde zu Pferd. Bei uns im Video sehen Sie, wie so eine Pferdesegen aussieht.

