Eishalle Amstetten: Viel Betrieb, aber nur hohe Kosten?
Die Eishalle Amstetten ist stark frequentiert und für den Vereinssport wichtig. Warum sie trotz hoher Auslastung ein finanzieller Kraftakt bleibt – mehr dazu im Beitrag.
Eishalle Amstetten als Herzstück für Schulen und Vereine
Die Halle ist aus dem regionalen Sportleben nicht wegzudenken. Rund 24.000 BesucherInnen pro Jahr nutzen das Angebot, darunter zahlreiche Schulklassen im Sportunterricht. Besonders aktiv ist der Eishockeyverein ECU Amstettner Wölfe mit über 100 Kindern und Jugendlichen im Kader. In mehreren Trainingsgruppen und Mannschaften wird nahezu jede verfügbare Eiszeit genutzt – mehr davon könnte gut gebraucht werden, wie Jugendtrainer Andi Friedl jun. auf Nachfrage preisgibt. Die hohe Nachfrage zeigt klar, welchen Stellenwert die Eishalle für Nachwuchsarbeit, Bewegung und Vereinsleben hat. Doch wie sieht es mit der finanziellen Seite aus?
Hohe Auslastung, aber kein Gewinn für die Stadt
Trotz voller Eisfläche bleibt die Eishalle ein Zuschussbetrieb. Entscheidend sind dabei die Außentemperaturen: Kalte Winter senken die Energiekosten, warme treiben sie massiv in die Höhe. Selbst in guten Jahren benötigt die Stadt rund 100.000 Euro Unterstützung, so Christoph Heigl vom AVB Amstetten, die die Halle für die Stadt betreibt. Wirtschaftlich tragfähig wird die Eishalle nur, wenn auch der Sommerbetrieb als Veranstaltungs- und Konzerthalle eingerechnet wird. Dennoch steht für die Gemeinde der soziale Nutzen der Eishalle klar über wirtschaftlichen Überlegungen, deswegen steht vorerst außer Streit: Im Gegensatz zu manch anderen Orten ist eine Schließung der Eisfläche kein Thema.

