Schwarzarbeit in NÖ: Pfusch auf Rekordniveau
Schwarzarbeit bleibt ein großes Thema in Niederösterreich. Laut aktuellen Berechnungen soll der Pfusch heuer einen neuen Höchstwert erreichen. Besonders in einer Branche ist die Schattenwirtschaft traditionell stark vertreten, was sich nun fortschreibt.
Schwarzarbeit in NÖ: Bau bleibt im Zentrum
Die Schattenwirtschaft im Bundesland erreicht laut Berechnungen der Johannes Kepler Universität Linz heuer einen Rekordwert von rund 4,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von etwa 210 Millionen Euro beziehungsweise 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders häufig tritt Schwarzarbeit im Bauwesen und im Baunebengewerbe auf. Gerade dort entstehen viele Aufträge kurzfristig und im privaten Umfeld, wodurch illegale Beschäftigung leichter stattfinden kann. Experten sehen in steigenden Kosten, Fachkräftemangel und bürokratischen Hürden mögliche Gründe dafür, dass sich manche Auftraggeber und Arbeiter für den illegalen Weg entscheiden.
Pfusch belastet Wirtschaft und Staat
Schwarzarbeit hat nicht nur Auswirkungen auf Unternehmen, die sich an Regeln halten, sondern auch auf das gesamte Wirtschaftssystem. Dem Staat entgehen durch Pfusch jedes Jahr erhebliche Steuer- und Sozialabgaben. Gleichzeitig entsteht ein unfairer Wettbewerb für legale Betriebe. Behörden versuchen deshalb, Schwarzarbeit in NÖ (und nicht nur dort) stärker zu bekämpfen, etwa durch Kontrollen auf Baustellen und strengere gesetzliche Regelungen. Auch Aufklärung spielt eine wichtige Rolle, denn vielen Auftraggebern ist nicht bewusst, welche rechtlichen Risiken Schwarzarbeit mit sich bringt.

