Straßennamen in Mödling auf dem Prüfstand
In Mödling sorgt eine Studie zu historisch belasteten Straßennamen für Diskussionen. Experten haben untersucht, ob hinter manchen Namensgebern problematische historische Bezüge stehen – nun stehen mögliche Umbenennungen im Raum. Eine Studie dazu wurde nun präsentiert – Details zu den “umstrittenen” Straßennamen in Mödling bei uns im Beitrag.
Studie prüft Straßennamen in Mödling auf historische Belastung
In Mödling wurden zahlreiche Straßennamen wissenschaftlich untersucht. Der Studienautor Peter Schwarz analysierte dabei die historischen Hintergründe jener Persönlichkeiten, nach denen Straßen benannt sind. Ziel war es herauszufinden, ob einzelne Namensgeber durch Bezüge zum Nationalsozialismus, Antisemitismus oder Rassismus belastet sind. Präsentiert wurden die Ergebnisse der Studie in der Galerie Sala Terrena. Grundlage der Untersuchung ist auch eine rechtliche Einschätzung des österreichischen Städtebundes, wonach Straßennamen mit nationalsozialistischem Hintergrund tatsächlich geändert werden müssen. Die Stadt sieht sich daher in der Verantwortung, ihr historisches Erbe kritisch zu überprüfen.
Diskussion über Umbenennung von Straßennamen beginnt
Die wissenschaftliche Untersuchung enthält auch konkrete Empfehlungen zur Umbenennung einzelner Straßennamen. Nun liegt es an den politischen Gremien der Babenbergerstadt zu entscheiden, ob und wie diese umgesetzt werden. Dabei sollen auch die AnrainerInnen einbezogen werden, da eine Umbenennung mit bürokratischem Aufwand verbunden ist. Gleichzeitig soll ein Kriterienkatalog festlegen, welche Persönlichkeiten künftig als Namensgeber für Straßennamen in Mödling infrage kommen. Ein besonderes Anliegen ist dabei, künftig verstärkt Frauen als Namensgeberinnen zu berücksichtigen. Ziel der Stadt ist es, dass Menschen in Mödling in Straßen leben, deren Namen keine historischen Belastungen tragen.

