Tierärztemangel am Land: Bauern unter Druck
Der Tierärztemangel bei Nutztieren verschärft sich in Österreich zunehmend und stellt viele bäuerliche Betriebe vor große Herausforderungen. Vor allem bei Notfällen wird die Versorgung zur Belastungsprobe. Die Politik sucht jetzt Lösungen.
Tierärztemangel am Land gefährdet Versorgung und Tierwohl
Der Mangel an entsprechend ausgebildeten Ärzten trifft vor allem den ländlichen Raum mit voller Wucht. Immer weniger Tierärzte sind bereit, im Bereich der Nutztiermedizin zu arbeiten, während gleichzeitig viele erfahrene VeterinärInnen in Pension gehen. Prognosen zeigen, dass in den kommenden Jahren ein massiver Engpass droht – mit bis zu über 100 fehlenden TierärztInnen österreichweit. Besonders kritisch ist die Situation bei Notfällen in Nachtstunden oder an Sonn- und Feiertagen, wenn fehlende Bereitschaftsdienste die Versorgung erschweren.
Politik reagiert mit Petition
Um den Tierärztemangel einzudämmen, werden gezielte Maßnahmen gefordert. Dazu zählen mehr Studienplätze in der Nutztiermedizin sowie Anreize für junge TierärztInnen, sich im ländlichen Raum niederzulassen. Auch bessere Arbeitsbedingungen und strukturierte Notfallsysteme stehen zur Diskussion – so eine Petition, die jetzt im Nationalrat eingebracht wurde. Ziel ist es, die Versorgung langfristig zu sichern und bäuerliche Familienbetriebe zu entlasten. Experten warnen, dass ohne rasches Handeln nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch Tiergesundheit und Lebensmittelversorgung gefährdet sein könnten.

