Wissensforum Hirschwang: KI und Arbeit, wer zahlt am Ende?
Beim Wissensforum Hirschwang im Schloss Reichenau stand die Zukunft der Arbeit im Fokus. Eingeladen von der Arbeiterkammer NÖ diskutierten ExpertInnen, wie künstliche Intelligenz Jobs verändert – und welche Folgen das für Steuern und den Sozialstaat hat. Wir waren dabei.
KI und Arbeit: Chancen und Risiken für den Arbeitsmarkt
Das Wissensforum in seiner 2026er Ausgabe widmete sich heuer dem Thema „Arbeit entlasten“ – mit besonderem Fokus auf künstliche Intelligenz. ExpertInnen machten deutlich, dass der Wandel bereits voll im Gange ist: Unternehmen setzen zunehmend auf KI und Robotik, um Kosten zu senken und Prozesse effizienter zu gestalten. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie der Mehrwert dieser Technologien bewertet wird. Denn wenn Arbeitsplätze wegfallen, sinken auch die Einnahmen aus Löhnen und Gehältern – mit direkten Auswirkungen auf Sozialversicherung, Gemeinden und staatliche Leistungen.
Sozialstaat unter Druck: Neue Abgaben am Wissensforum Hirschwang gefordert
Ein zentraler Diskussionspunkt war die Zukunft des Sozialstaats. Dieser finanziert sich maßgeblich aus Abgaben auf Arbeit. Wenn jedoch Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, gerate dieses System ins Wanken, so AKNÖ Präsident Wieser. ExpertInnen fordern daher neue Modelle: Automatisierte Betriebe sollen stärker zur Finanzierung beitragen, etwa durch Abgaben auf Technologie oder Finanztransaktionen. Ziel ist eine faire Verteilung der Produktivitätsgewinne durch KI. Klar ist: Österreich allein kann solche Maßnahmen kaum umsetzen – eine europäische Lösung in Sachen KI und Arbeit scheint notwendig, um langfristig Stabilität zu sichern.