“Jugend” und “Geld” sind dank AKNÖ kein Widerspruch
Die Verlockung, Geld auszugeben, das man eigentlich nicht hat, ist heute größer denn je. Online-Shopping, Ratenzahlungen über Anbieter wie Klarna oder das einfache Bezahlen mit der Bankomatkarte machen Konsum bequem und schnell. Besonders Jugendliche sind davon betroffen. Laut Schuldnerberatung ist bereits rund jeder fünfte Österreicher unter 30 Jahren zumindest teilweise hoch verschuldet.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt die Arbeiterkammer Niederösterreich auf den Finanzführerschein. Das Interesse daran ist groß, denn viele Teilnehmer stehen kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben und verfügen bald über deutlich mehr Geld als bisher. Gerade in dieser Lebensphase ist ein bewusster Umgang mit Finanzen entscheidend.
Gespräche mit Jugendlichen zeigen, dass die Ausbildung Wirkung zeigt: Nach dem Finanzführerschein denken viele bewusster über Geld, Ausgaben und finanzielle Risiken nach. Deshalb hat die AK auch jene Themen in den Ausbildungsplan aufgenommen, die heute die größten Gefahren bergen – von Konsumverlockungen bis hin zu Schuldenfallen.
Trotz des ernsten Hintergrunds bleibt Geld auch mit persönlichen Wünschen verbunden. Auf die Frage, was sie mit 1.000 Euro machen würden, nannten viele Jugendliche das Sparen für den Führerschein. Geld ist zwar nicht alles, eröffnet aber zahlreiche Möglichkeiten – vorausgesetzt, man geht verantwortungsvoll damit um.

