Nette Leit mit Daisy Hearts und Zina Bloch – Teil 1
Zwei Französinnen, die in Wien leben und sich dem französischen Chanson verschrieben haben – und gleich zu Beginn des Talks eine Kostprobe ihres Könnens abliefern – das sind Daisy Hearts und Zina Bloch, die diesmal zu Gast im Theater Nestroyhof sind. Beide Französinnen haben sich in kürzester Zeit zu einem gefragten Duo entwickelt, das mit Leidenschaft und Musikalität das französische Liedgut auf die Bühne bringt.
Die große Piaf als Vorbild
Daisy, deren Stimme stark an die legendäre Édit Piaf erinnert, erzählt über ihre musikalischen Wurzeln und Inspirationsquellen. Die Wahl, sich dem Chanson zu verschreiben, war für sie fast unvermeidlich, da sie in Frankreich aufwuchs und diese Musikform sie tief geprägt hat. Obwohl sie sich der Herausforderung bewusst ist, mit einer Ikone wie Piaf verglichen zu werden, betont Daisy, dass sie vor allem Spaß an der Musik hat und ihre eigenen Interpretationen entwickelt. Den Druck spürt sie nicht, da sie nicht den Anspruch hat, ein so großer Star zu werden, wie sie sagt.
Akkordeon: “Ich wollte ein Instrument, das niemand spielt”
Zina hingegen, die Akkordeonspielerin des Duos, erzählt von ihrem musikalischen Werdegang, der bereits im jungen Alter begann – und im Zusammenhang mit klassicher Musik sehr wohl mit Druck auf sie verbunden war – im Konservatorium. Sie entschied sich bewusst für das Akkordeon, ein Instrument, das sie als einzigartig und ausdrucksstark empfindet. Ihre musikalische Reise führte sie unter anderem nach Brasilien, wo sie die dortige Musik entdeckte, bevor sie sich wieder dem französischen Chanson zuwandte. Für sie ist das Akkordeon das perfekte Instrument, um Emotionen zu transportieren, sei es Freude oder Trauer.Mit dem Chanson von der Straße auf die Bühne
Das Duo beeindruckte nicht nur auf der Bühne, sondern auch mit seiner Geschichte. Vor wenigen Monaten spielten sie noch auf der Straße, doch mittlerweile werden sie immer häufiger für Konzerte und private Veranstaltungen engagiert. Ihre Darbietungen, besonders die intensiven und gefühlvollen Interpretationen von Chansons, berühren das Publikum tief. Und mittlerweile stellt sich der Erfolg ein – das Duo ist immer besser gebucht.
Zum Schluss gibt das Duo noch Piafs Song “L´accordéoniste” zum besten – eine absolut höhrenswerte Interpretation. Seien Sie bei Teil 2 wieder mit dabei, wenn es weiter um die beiden aufstrebenden Künstlerinnen geht!

