🔬 100 Untersuchungen, 10 Fälle – sinnvoll? Was meinen Sie, Herr Lexer?
Darmkrebsvorsorge: Stuhltest statt Koloskopie sinnvoll?
Muss es bei der Darmkrebsvorsorge wirklich immer die Darmspiegelung sein? Der Chirurg Dr. Gerfried Lexer stellt genau das infrage – und rückt moderne Stuhltests als ernsthafte Alternative ins Blickfeld. Zwischen Patientenbedürfnissen, Gesundheitspolitik und Kostenfragen entbrennt eine heiße Debatte. ARGE Meinungsvielfalt hat in Kooperation mit donau_Kanal TV durchgeführt den Experten zum Interview gebeten.
Moderne Darmkrebsvorsorge: Warum schrecken so viele vor der Koloskopie zurück?
Viele Menschen meiden die Darmkrebsvorsorge schlicht, weil ihnen ein invasiver Eingriff Angst macht. Genau hier setzen DNA-basierte Stuhltests – so genante ColoAlert-Tests – an: Sie erkennen frühzeitig Risiken – ganz ohne Untersuchung im Körper. Dr. Lexer sieht darin ein sinnvolles Instrument, um gezielt jene Patienten zu identifizieren, die tatsächlich eine Koloskopie brauchen. Dennoch bleibt die Darmspiegelung in Österreich die dominierende Methode. Wird hier an den Bedürfnissen der Patienten vorbeigeplant?
Politik und Kosten: Wer trägt Verantwortung für eine zeitgemäße Vorsorge?
Unterschiedliche Strategien in den Bundesländern und fehlende einheitliche Vorgaben erschweren eine flächendeckende, moderne Darmkrebsvorsorge in Österreich. Spielen finanzielle Überlegungen eine größere Rolle als die bestmögliche Patientenversorgung? Dr. Lexer betont zwar die Eigenverantwortung jedes Einzelnen – doch wie viel kann und darf man von Menschen erwarten, wenn das System selbst zögert? Eine klare Antwort bleibt die Politik aber schuldig.
Dr. Lexer war bei uns auch im Nette Leit – Talk zu Gast, wo er ausführlicher über dieses Thema spricht. Klicken Sie auf den Link unterhalb, um zur Sendung zu gelangen!
