Spargelernte: Was das heimische Gemüse so wertvoll macht
Niederösterreich ist Österreichs Spargelland Nummer eins. Doch trotz hoher Qualität steht der heimische Anbau und die heimische Spargelernte zunehmend unter Druck durch billige Importware aus dem Ausland. Das schadet der Qualität.
Spargelernte: Besser frisch gestochen statt weit gereist
Rund 65 Prozent der österreichischen Spargelproduktion entfallen auf Niederösterreich – und das schmeckt man. Denn was frisch gestochen in der Region – oft ist es das Marchfeld – verarbeitet wird, landet oft noch am selben Tag auf dem Teller. Ganz anders sieht das bei der Importware aus: 2025 wurden rund 4.300 Tonnen Spargel nach Österreich importiert – vor allem aus Ungarn, Spanien und Italien. Nach langen Transportwegen und Kühllagerung über hunderte Kilometer büßt der Spargel nicht nur an Frische, sondern auch an Geschmack und wertvollen Inhaltsstoffen wie Kalium, Folsäure und Vitamin C ein. In Niederösterreich wird das edle Gemüse noch immer händisch gestochen – mit geschultem Blick und viel Erfahrung, was die Qualität zusätzlich sichert.
Beim Einkauf aufmerksam sein bringt´s
Wer beim Einkauf auf die Herkunft und/oder Siegel wie jenes der AMA achtet, kann sicher sein, dass die Spargelernte in Österreich erfolgt ist und das Gemüse in der Regel strengen Qualitätskontrollen unterzogen wurde. Denn der Selbstversorgungsgrad bei Spargel ist innerhalb der vergangenen drei Jahre um 11 Prozent gesunken – von 47 Prozent im Jahr 2023 auf nur noch 36 Prozent im Jahr 2025. Jeder Griff zum heimischen Spargel ist damit nicht nur eine Entscheidung für Qualität und Geschmack, sondern auch ein klares Bekenntnis zu regionaler Landwirtschaft und kurzen Lieferketten.

