NÖ Landesausstellung: Psyche, Gesundheit & NS
Im Landesklinikum Mauer bei Amstetten dreht sich bis 8. November alles um seelische Gesundheit – eine einzigartige Landesausstellung mit historischer Tiefe und gesellschaftlicher Relevanz. Auch die Verbrechen der NS-Zeit werden dabei nicht ausgespart.
Psychische Gesundheit im Fokus: Hinschauen statt wegschauen
„Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit.” lautet der Titel der NÖ Landesausstellung 2026. Erstmals in der 65-jährigen Geschichte der Landesausstellungen findet die Schau in einer Klinik bei laufendem Betrieb statt. Auf rund 1.000 Quadratmetern beleuchten knapp 370 Objekte aus Geschichte und Gegenwart die seelische Gesundheit aus verschiedenen Perspektiven: Wie hat sich der gesellschaftliche Umgang mit psychischen Erkrankungen in den vergangenen 250 Jahren verändert? Und welche Verantwortung erwächst aus den NS-Medizinverbrechen, die an diesem Ort begangen wurden? Das Bekenntnis der Ausstellung lautet klar: hinschauen statt wegschauen, stärken statt stigmatisieren.
NÖ Landesausstellung: NS-Medizinverbrechen werden thematisiert
Die Ausstellung stellt sich auch dem dunklen Kapitel der NS-Medizinverbrechen am Standort Mauer. Im Lernort Haus 18 werden die neuesten Forschungsergebnisse zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt während der NS-Zeit vermittelt – bei freiem Eintritt. Gleichzeitig lädt die “Familienschiene” unter dem Motto „Den Gefühlen auf der Spur” Kinder und Erwachsene zu einer spielerischen Entdeckungsreise durch die Welt der Emotionen ein. Sieben Begleitprojekte in der Region Moststraße ergänzen das Angebot. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr – und das noch bis 8. November.

