Schienengüterverkehr teuer? Kosten bremsen Betriebe!
Die Schiene könnte beim Gütertransport eine deutlich größere Rolle spielen. Nach Einschätzung eines Unternehmers verhindern jedoch hohe Kosten und technische Hürden, dass viele Betriebe verstärkt auf den Bahntransport setzen.
Schienengüterverkehr teuer: Attraktivität geht verloren
Der Gütertransport über die Eisenbahn bietet großes Potenzial, um Straßen zu entlasten und den CO₂-Ausstoß im Transportsektor zu senken. Dennoch wird dieses Potenzial nach Ansicht von Robert Schmid, geschäftsführender Gesellschafter der Schmid Industrieholding, nicht ausreichend genutzt. Als Hauptgründe nennt er die Preispolitik der Bahn sowie technische Hürden, die den Transport auf der Schiene erschweren. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen ihre Standorte im Laufe der Jahre verlagert haben. Dadurch fehlt häufig der direkte Anschluss an das Schienennetz, wodurch Transporte per Bahn wirtschaftlich kaum mehr möglich sind.
Güterverkehr auf Schiene gilt als wichtiger Zukunftsbaustein
Experten sehen im Schienengüterverkehr einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltigere Logistik. Sowohl die Europäische Union als auch Österreich verfolgen das Ziel, einen größeren Anteil des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dafür sind jedoch Investitionen in die Infrastruktur, moderne Umschlagterminals und wettbewerbsfähige Transportpreise erforderlich. Nur wenn Bahntransporte für Unternehmen wirtschaftlich attraktiv und organisatorisch einfach umsetzbar sind, kann der Anteil des Güterverkehrs auf der Schiene langfristig steigen und zur Entlastung von Straßen und Umwelt beitragen.
