🌾 Dürrehilfe nur eine „Mogelpackung“? MEINE MEINUNG
Reicht das Geld für die Landwirtschaft?
Die Dürre verursacht in Österreichs Landwirtschaft massive Schäden. Doch kann die Dürrehilfe die Verluste tatsächlich auffangen oder sind sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Dazu hat die ARGE Meinungsvielfalt in Kooperation mit donau_Kanal TV nachgefragt.
Dürrehilfe trifft auf enorme Schäden in der Landwirtschaft
Die Aussagen der befragten Landwirte zeichnen ein alarmierendes Bild. Fehlendes Futter und Wasser führen dazu, dass Vieh früher von den Almen geholt oder sogar verkauft werden muss. Bei Mais, Sojabohnen und Sonnenblumen werden je nach Boden Ernteausfälle von 40 bis 70 Prozent erwartet, vereinzelt drohen Totalausfälle. Auch Obstbaubetriebe blicken bereits auf das kommende Jahr: Der enorme Hitzestress könnte die Blütenbildung und damit die nächste Ernte beeinträchtigen. Entsprechend groß ist die Frage, ob die vorgesehene Dürrehilfe mit dem Ausmaß der Schäden Schritt halten können.
Millionenhilfe oder nur ein Tropfen auf den heißen Stein?
Die staatlichen Hilfsmaßnahmen werden von den Befragten unterschiedlich beurteilt. Zwar sei jede Unterstützung willkommen, doch angesichts der tatsächlichen Verluste bestehen Zweifel, ob die Dotierung ausreicht. Niedrige Marktpreise erschweren es vielen Betrieben zusätzlich, in guten Jahren finanzielle Reserven aufzubauen. Zuschüsse zu Versicherungen können helfen, setzen jedoch voraus, dass sich Betriebe eine entsprechende Absicherung leisten können. Auch gestundete Sozialversicherungsbeiträge lösen das grundsätzliche Problem nicht, da diese später bezahlt werden müssen. Angesichts wiederkehrender Dürreperioden stellt sich damit die Frage, ob die Dürrehilfen ausreichend dimensioniert sind.