Reinhard Heiserer: Überwindet Bildung Armut?
Reinhard Heiserer ist ein österreichischer Entwicklungshelfer, Manager und engagierter Verfechter globaler Gerechtigkeit. Er wurde am 18. Oktober 1964 in Pflach im Tiroler Außerfern geboren und ist gelernter Elektrotechniker. Bekannt wurde er vor allem als Mitgründer und langjähriger Geschäftsführer der Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt – Don Bosco Entwicklungszusammenarbeit. Sein beruflicher Weg ist stark von seinem sozialen Engagement und seinem Einsatz für benachteiligte Kinder und Jugendliche geprägt.
Ein wichtiger Wendepunkt in seinem Leben war das Jahr 1991, als Heiserer nach Ecuador ging. Dort arbeitete er für den Österreichischen Entwicklungsdienst in einem Projekt der Salesianer Don Boscos in Quito. In einem Zentrum für Straßenkinder und Berufsausbildung setzte er sich besonders für die Ausbildung junger Menschen ein. Diese Erfahrungen beeinflussten seinen weiteren Lebensweg und führten schließlich zur Gründung von Jugend Eine Welt.
1997 gründete Heiserer gemeinsam mit anderen engagierten Personen die Organisation. Ziel ist es, weltweit Projekte für Kinder und Jugendliche zu unterstützen und bessere Bildungs- und Lebenschancen zu schaffen. Unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ fördert die Organisation unter anderem Schulen, Berufsausbildungen und Straßenkinderprojekte.
Heiserer ist überzeugt, dass Entwicklungszusammenarbeit nicht nur akute Not lindern, sondern auch die Ursachen von Armut bekämpfen sollte. Bildung und berufliche Ausbildung sieht er als wichtige Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben. Darüber hinaus setzt er sich für soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, faire Wirtschaftsbeziehungen und Umweltschutz ein.
Heiserer wird als zielstrebig, kreativ, überzeugend und humorvoll beschrieben. 2025 wurde er für sein langjähriges Engagement zum „Fundraiser des Jahres“ ausgezeichnet. Er steht damit für nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit und die Überzeugung, dass Bildung langfristig neue Chancen schaffen kann.