Frieden, Gewissen und der Wert des Lebens – Johann Wilde talkt
Im zweiten Teil des Gesprächs spricht Helmut Berg mit Dr. Johann Wilde über Franz Jägerstätter, Gewissensentscheidungen im Krieg, Lebensschutz und Wildes umstrittene Haltung zur Corona-Impfung.
Kann ein Mensch den Kriegsdienst verweigern, obwohl er damit seine Familie zurücklässt?
Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Dr. Johann Wilde steht erneut Franz Jägerstätter. Der oberösterreichische Kriegsdienstverweigerer verweigerte aus religiösen Gründen den Dienst mit der Waffe und wurde 1943 hingerichtet. Helmut Berg fragt nach dem moralischen Spannungsfeld: Ist die Entscheidung für das eigene Gewissen auch dann richtig, wenn Ehefrau und Kinder darunter leiden? Wilde verweist auf Jägerstätters tiefen Glauben und dessen Überzeugung, keine anderen Menschen töten zu dürfen. Doch wie sah Jägerstätters Ehefrau Franziska diese Entscheidung? Die Antwort darauf liefert der Talk.
Wo endet der persönliche Lebensschutz – und wo beginnt die medizinische Kontroverse?
Auch das Thema Lebensschutz führt das Gespräch in die Gegenwart. Dr. Johann Wilde, Facharzt für Anatomie und langjährig an der Universität Wien tätig, schildert seine Sicht auf Abtreibung und seine während der Corona-Pandemie geäußerte Kritik an Impfungen. Dabei stellt Helmut Berg auch die Frage, ob es nicht Impfungen gibt, die nachweislich Leben schützen. Wilde erklärt im Gespräch, warum er sich damals gegen den medizinischen Mainstream stellte und welche persönlichen Konsequenzen er daraus zog. Seine Aussagen bleiben dabei ein kontroverser Teil des Gesprächs über Gewissen, Verantwortung und den Wert des Lebens.