EVN: Energiesystem ist im Wandel
Der Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung verändert das österreichische Energiesystem grundlegend. Mit welchen Herausforderungen die Energiewende für die Verteilernetzbetreiber verbunden ist, stand im Mittelpunkt einer Expertenrunde der EVN in Maria Enzersdorf. Unter dem Titel „Vom Leitungsbauer zum Datenmanager“ diskutierten Fachleute über die künftigen Anforderungen an die Stromnetze und den zunehmenden Stellenwert von Daten.
Denn mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verändert sich auch die Rolle der Netzbetreiber. Während Strom früher vor allem von wenigen großen Kraftwerken erzeugt und anschließend an tausende Verbraucher verteilt wurde, entsteht heute ein zunehmend dezentrales Energiesystem. Zehntausende Photovoltaik- und Windkraftanlagen speisen Strom direkt in die Verteilernetze ein. Gleichzeitig werden Verbraucher durch Wärmepumpen, Elektroautos und Batteriespeicher immer stärker zu aktiven Teilnehmern des Energiesystems.
Für die Netzbetreiber bedeutet diese Entwicklung einen tiefgreifenden Wandel. Netze müssen leistungsfähiger, flexibler und intelligenter werden. Gleichzeitig gewinnt die Verarbeitung von Daten an Bedeutung: Nur wenn Erzeugung und Verbrauch möglichst genau erfasst und gesteuert werden können, lässt sich das komplexe Zusammenspiel im Stromnetz effizient organisieren.